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Neue Unruhen in Kirgistan

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Neue Unruhen in Kirgistan

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Kirgistan kommt nicht zur Ruhe: Diesmal geht es um einen Mann, der schon vor einigen Jahren an die Macht wollte, dann aber flüchten musste und nun seit einigen Wochen wieder im Land ist. Jetzt ist Urmat Baryktabassow festgenommen worden, dazu einige seiner Anhänger. Gut zweitausend von ihnen wollten zuvor nach Bischkek, wurden aber von der Polizei kurz vor der Hauptstadt gestoppt. Andere demonstrierten in Bischkek vor dem Parlament.

Die Übergangsregierung – selbst erst seit einem Umsturz im April an der Macht – beteuert, Baryktabassow habe seinerseits einen Staatsstreich geplant; auch Waffen seien dafür schon ausgeteilt worden. Baryktabassow, so die Regierung, habe in Gesprächen außerdem das Amt des Ministerpräsidenten verlangt.

Im Juni war Baryktabassow nach Kirgistan zurückgekehrt, wo gegen ihn jahrelang ein Haftbefehl bestand. Es war die Zeit kurz nach dem Sturz von Staatspräsident Kurmanbek Bakijew. Offenbar will Baryktabassow an der Parlamentswahl teilnehmen, die für Oktober angesetzt ist und Kirgistan zu einem demokratischen Land machen soll. Die Übergangsregierung hat seine Kandidatur aber schon ausgeschlossen, weil Baryktabassow neben der kirgisischen auch die kasachische Staatsbürgerschaft hat.

Mit der gleichen Begründung war ihm auch schon vor fünf Jahren die Teilnahme an der Präsidentenwahl verwehrt worden. Nach dieser Entscheidung kam es damals zu schweren Unruhen. Baryktabassow wurde ein Putschversuch vorgeworfen und er musste flüchten.