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Ölkatastrophe: BP pumpt Zement ins Bohrloch

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Ölkatastrophe: BP pumpt Zement ins Bohrloch

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Der Ölkonzern BP hat am Donnerstag damit begonnen, Zement in die leckende Ölquelle im Golf von Mexiko zu pumpen. Dies ist die zweite Etappe bei der Abdichtung. Am Dienstag war es gelungen, die Ölquelle durch Schlamm vorläufig zu versiegeln. Nach Angaben von BP ergänzt die Versiegelung die Entlastungsbohrung, die fortgesetzt wird.

Eine weitere gute Nachricht kam von der US-Ozeanografiebehörde NOAA: “Das Ergebnis unserer Untersuchung ist, dass die überwältigende Mehrheit des Öls verdunstet, verbrannt, abgeschöpft vom Bohrloch abgepumpt worden ist, oder sich aufgelöst hat. Und der Großteil des aufgelösten Öl zersetzt sich außerordentlich schnell”, teilte NOAA-Chefin Jane Lubchenco mit.

Etwa ein Drittel der Golfküste wurde durch das Öl verschmutzt, aber nur 6 Prozent der verschmutzten Küstenlinie werden als “schwer verschmutzt” eingestuft. Dennoch bleiben die Sorgen.

“Die langfristigen Auswirkungen auf die Meeresbewohner sind weitgehendst unbekannt. BP hat über sechs Millionen Liter Lösungsmittel eingesetzt, so viel wie nie zuvor”, gibt der Direktor der Forschungsabteilung der US-Umweltbehörde EPA, Paul Anastas zu Bedenken.

Für die Fischer am Golf normalisiert sich die Lage wieder. Am Wochenende gaben die Behörden weitere Gewässer wieder für die Fischerei frei. Mit dem Fangergebnis waren die Fischer zufrieden. Und auch die Anfragen an Charterkapitäne haben in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen.