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Seuchengefahr in Pakistan

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Seuchengefahr in Pakistan

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Nach der Jahrhundert-Flut im Nordwesten Pakistans droht nun der Ausbruch von Seuchen: Fälle von Cholera seien bereits aufgetreten, erklärte das Deutsche Rote Kreuz in Islamabad. Medizinische Hilfe sei dringend nötig. “Unsere Patienten leiden an mehreren Krankheiten, die durch das Wasser verursacht werden, an Magenerkrankungen, Infektionen des Brustkorbes und Hautkrankheiten. Die Krankheitsursache ist meistens schmutziges Wasser”, diagnostizierte Dr. Tahir Schah.
 
Unter den Flutopfern wächst unterdessen der Ärger über die langsame Hilfe der Regierung. In Nowshera blockierte die aufgewühlte Menge eine Straße und warf mit Steinen auf vorbeifahrende Autos. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der UN sind etwa 700.000 Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
 
Die vom Monsunregen ausgelöste Flut ist die schlimmste in der Region seit 80 Jahren. Der Indus trägt die Wassermassen nach Süden, in die bevölkerungsreichsten Provinzen Punjab und Sindh. Aus den besonders stark gefährdeten Gebieten wollten die Behörden die Bewohner in Sicherheit bringen. Nach offiziellen Angaben sind bereits mehr als 1.500 Menschen ums Leben gekommen. Helfer befürchten, dass die Zahl der Toten weiter ansteigen wird.