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US-Gericht kippt Verbot der Homoehe

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US-Gericht kippt Verbot der Homoehe

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Ein amerikanischer Bundesrichter hat am Mittwoch das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in Kalifornien für verfassungswidrig erklärt. Die Entscheidung markiert einen Wendepunkt in einer in den USA hitzig geführten gesellschaftlichen Debatte. “Das ist ein historischer Tag”, meint ein Aktivist. “Es ist das erste Mal, dass sich ein Bundesgericht damit beschäftigt hat und es ist umso besser, dass das Urteil zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Das ist ein riesiger Erfolg für uns, auch wenn es vielleicht noch nicht die endgültige Entscheidung sein mag.”

Tatsächlich könnte die Ehe homosexueller Paare als nächstes den Supreme Court, das oberste Bundesgericht der USA, beschäftigen. Denn die Gegner der Homosexuellenehe wollen weiter kämpfen. “Ich bin von der heutige Entscheidung enttäuscht”, meint einer von ihnen. “Jetzt habe ich das Gefühl, in einer Diktatur zu leben, als ob meine Stimme nicht zählen würde. Warum habe ich denn gewählt, wenn dann ein nicht gewählter Richter doch anders entscheiden kann?”

Die Entscheidung aus Kalifornien könnte die Rechtsauffassung in mehr als 40 weiteren Bundesstaaten ins Wanken bringen. Für diese Staaten wird es möglicherweise schwierig, das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe weiter mit moralischen Gründen oder einer gesellschaftlich überlieferten Tradition zu begründen.