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52 Feuertote in Russland

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52 Feuertote in Russland

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Die Zahl der in Russland durch die Waldbrände ums Leben gekommenen Menschen ist offiziellen Angaben zufolge auf 52 angestiegen. Unter Einsatz aller Kräfte, mit Löschflugzeugen und schwerem Gerät genauso wie mit Eimern und Spaten, versuchen die Russen die Großfeuer unter Kontrolle zu bekommen. Besonders in abgelegenen Regionen stoßen die Helfer jedoch auf zahlreiche Probleme. So frisst sich das Feuer oft unter der Oberfläche durch die ausgedörrten, lockeren Torfböden der Moore und Sumpfwälder. Die Flammen treten also erst zutage, wenn schon eine riesige Fläche betroffen ist.

Regierungschef Wladimir Putin rief Freiwillige im ganzen Land auf, sich an den Löscharbeiten zu beteiligen. Da nun auch noch die Schulferien enden, forderte Putin den Minister für das Bildungswesen auf, sicherzustellen, dass wenigstens der Schulbesuch gewährleistet werden kann, da viele Schulgebäude zerstört wurden.

Weiterhin droht außerdem die Gefahr, dass radioaktive Stoffe in die Luft gelangen. Allein auf dem Gelände des atomaren Forschungszentrums in Sarow etwa 400 Kilometer östlich von Moskau loderten mehrere Brände. Ein Ende der Dürre und sengend heißen Temperaturen, die vielerorts um die 40 Grad Celsius lagen, ist nach Meinung der Meteorologen nicht in Sicht.