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Brände in Russland dauern an

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Brände in Russland dauern an

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In dem tagelangen Kampf gegen die Jahrhundert-Brände in Russland gibt es bisher kaum Fortschritte. Russische Medien berichteten, dass es bei der anhaltenden schweren Dürre und Temperaturen von oft um die 40 Grad Celsius immer wieder neue Brandherde gebe. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, wer kann, hilft beim Löschen, so auch ein junger Mann: “Ich bin hier freiwillig. Wir hatten nichts zu tun und darum entschlossen wir uns, der Feuerwehr hier zu helfen.”

Präsident Dmitri Medwedew kündigte im Gespräch mit Ministerpräsident Wladimir Putin an, dass man einen Plan für eine bessere technische Ausstattung der Feuerwehren und einen intensiveren Brandschutz vorlegen wolle:“Unter normalen Bedingungen sind unsere Feuerwehren belastbar und gut ausgebildet. Dafür sind sie bekannt. Es sind echte Helden, die wirklich ihr Bestes geben. Auf so eine Katastrophe aber sind sie einfach nicht vorbereitet.”

Unterdessen bleibt auch die Situation in der Hauptstadt schwierig. Moskau liegt nach wie vor unter einer dichten Glocke aus Rauch und Qualm.

Landesweit sind seit Beginn der Brände zahllose Häuser zerstört worden, mindestens 50 Menschen starben. Hunderte wurden verletzt, Tausende sind auf der Flucht vor den Flammen. Allein die Schäden durch Ernteeinbußen übersteigen umgerechnet eine Milliarde Euro. Zudem müssen mehr als 200.000 Hektar Wald aufgeforstet werden.