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Flut: Pakistan könnte das Schlimmste noch vor sich haben


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Flut: Pakistan könnte das Schlimmste noch vor sich haben

Die Flut in Pakistan könnte ihre katastrophalste Phase noch vor sich haben – wenn der Monsun in den kommenden zwei bis vier Wochen nicht abflaut – wonach es nicht aussieht. Das fürchten Experten der Vereinten Nationen (UN). Viele Gebiete sind nur noch aus der Luft erreichbar.

Zwar nimmt der Druck im Norden des Landes ab.
In der südlichen Provinz Sindh mussten jedoch eine halbe Million Menschen vor den drohenden Fluten in Sicherheit gebracht werden.

Ein UN-Sprecher versuchte eine erste Zwischenbilanz: Mehr als 1600 Menschen
sind tot. Rund 4,5 Millionen müssen versorgt werden, die Regierung spricht sogar von 12 Millionen Geschädigten. Laut UN hat das Wasser bisher eine Viertelmillion Häuser unbewohnbar gemacht. 1,5 Millionen Menschen seien obdachlos.

Und es geht weiter: Die Wassermassen der Monsun-Regenfälle strömen im Fluss Indus zusammen und in Richtung Süden – 3200 Kilometer lang. Nach Nordwestpakistan versinkt nun das landwirtschaftliche Kernland im zentralpakistanischen Punjab in den Fluten.

UN-Mitarbeiter vergleichen die Katastrophe inzwischen mit dem schweren Erdbeben von 2005. Zwar starben damals 80 000 Menschen – die Zahl der Hilfsbedürftigen war jedoch um ein Drittel niedriger.

Unterdessen wächst die Kritik an der Regierung. Präsident Asif Ali Zardari hatte trotz der Krise seine einwöchige Reise durch Europa nicht abgebrochen.

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