Eilmeldung

Eilmeldung

Monsunfluten wälzen sich in Richtung Süd-Pakistan

Sie lesen gerade:

Monsunfluten wälzen sich in Richtung Süd-Pakistan

Schriftgrösse Aa Aa

In Pakistan wälzt sich die Hochwasser-Katastrophe in den Süden des Landes. Die heftigen Überschwemmungen nach den schwersten Monsunregen seit Jahrzehnten erreichen inzwischen auch die bevölkerungsreichen Provinzen Punjab und Sindh.

Die Armee setzt nach eigenen Angaben 450 Boote und 40 Hubschrauber ein, um die Menschen aus den Flutgebieten zu retten.

Viele Bewohner werden von den Wassermassen überrascht, bei ihnen kam keine Behördenwarnung an. Bisher sind durch das Hochwasser mindestens 1.500 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als vier Millionen sind nach UN-Angaben von der Katastrophe betroffen, darunter fast 1,5 Millionen Kinder.

Waziran Bibi, ein Flutopfer:
“Wir sind unter Schwierigkeiten gerettet worden. Das war knapp. Und alles, was wir hatten, haben die Fluten mitgenommen. Wir sind am Leben, das ist alles. Auf der Flucht vor dem Wasser konnten wir nichts mitnehmen.”

Im Norden des Landes gehen die tödlichen Fluten nach einer Woche zurück. Die Katastrophenbehörde in der Provinz Sindh hat in den am schwersten bedrohten Gebieten entlang des Flusses Indus mehr als 350 000 Menschen evakuiert.

In den Überschwemmungsgebieten suchen
Hunderttausende nach einer Bleibe – die Notlager platzen aus allen Nähten. Hilfsorganisationen fürchten den Ausbruch von Seuchen wie Cholera.

Die deutsche Regierung hat ihre Hilfe für die Flutopfer auf zwei Millionen Euro verdoppelt.

Die Wassermassen der Monsun-Regenfällen strömen im Fluss Indus zusammen und in Richtung Süden – 3200 Kilometer lang.