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Moskau erstickt im Smog

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Moskau erstickt im Smog

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Wegen der starken Rauchentwicklung durch die Wald- und Torfbrände im Moskauer Umland war Moskau am Freitag erneut in dichten Smog gehüllt. Die Belastung für die Gesundheit ist enorm, verstarben doch in den letzten Wochen doppelt so viele Menschen in Moskau wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. “Es ist wie beim Fall von Pompeji”, meint eine Passantin. “Es ist fürchterlich! Mein Hals ist ausgetrocknet und man hat einen seltsamen Geschmack im Mund.” Ein anderer Passant ist wenig optimistisch: “Das Land bricht sowieso schon zusammen, und nun steht es auch noch in Flammen. Die Wissenschaftler hatten seit langem davor gewarnt, dass es zu Bränden kommen würde, wenn es einen heißen, trocknen Sommer gibt – und nun geht alles in Flammen auf.”

Im wahrsten Sinne des Wortes keine schönen Aussichten für die in Moskau verbliebenen Touristen. Ein Amerikaner ist enttäuscht: “Es ist nicht so warm, wie ich dachte, dafür aber sehr verqualmt. Das ist schade in dieser schönen Stadt, ich kann gar nichts sehen.”

Wegen der schlechten Sicht von teils deutlich unter 300 Metern in und um Moskau verzögerten sich auch auf den Moskauer Flughäfen Dutzende Starts und Landungen.