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Mossadagent darf ausgeliefert werden

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Mossadagent darf ausgeliefert werden

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Der mutmaßliche Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad, Uri Brodsky, darf an Deutschland ausgeliefert werden. Ein Berufungsgericht in Warschau bestätigte am Donnerstag die Entscheidung der Vorinstanz. Allerdings, darf Brodsky nicht wegen geheimdienstlicher Tätigkeit sondern nur wegen Falschbeurkundung und Fälschung vor Gericht gestellt werden. “Brodsky sollte innerhalb von 10 Tagen an die deutschen Behörden überstellt werden”, stellte Verteidigerin Ana-Mika Kopec fest.

Einer der Männer, die im Januar einen Hamas-Führer in Dubai ermordet hatten, war mit einem von der Stadt Köln ausgestellten Reisepass nach Dubai gereist. Brodsky wird vorgeworfen, einem anderen mutmaßlichen Mossad-Agenten geholfen zu haben, beim Einwohnermeldeamt Köln mit gefälschten Dokumenten einen deutschen Reisepass zu beantragen. Sollte er deshalb der mittelbaren Falschbeurkung für schuldig befunden werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.