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Neuartige Operation rettet Jungen

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Neuartige Operation rettet Jungen

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Ciaran und seine Eltern können wieder lachen – nach einer einzigartigen Operation an dem Elfjährigen aus Nordirland.

Ciaran hatte eine viel zu enge Luftröhre – gerade einmal einen Millimeter weit. Metallröhren – oder auch Stents – sorgten für Erweiterung, aber immer nur für einige Zeit. Dann beschädigten sie die Aorta, die Hauptschlagader; die Folge waren schwere Blutungen.

“Wir freuen uns so, dass Ciaran eine Chance bekommen hat”, sagt Colleen Finn-Lynch, seine Mutter. “Wir haben unseren Jungen wieder zurück.”

Nötig war dazu die Luftröhre eines Spenders: Alles Gewebe wurde entfernt, das Gerüst blieb. Ciaran wurden aus dem Knochenmark in seiner Hüfte Stammzellen entnommen, zusammen mit Wachstumshormonen auf das Gerüst aufgetragen, dieses Gerüst mit den Stammzellen dann eingepflanzt. In seinem Körper reifte aus den Stammzellen normales Gewebe heran – Ciaran hatte eine neue Luftröhre.

“Das war nicht leicht”, sagt Martin Birchall, einer der Londoner Ärzte; “aber es ging besser, als wir hoffen konnten. Er hat jetzt ein gesundes Organ aus eigenen Stammzellen: Das ist schon so etwas wie ein Wunder.”

Eigene Stammzellen: Das heißt, der Körper stößt die eingepflanzte Luftröhre nicht ab. Wenn dieses Verfahren auch auf andere Organe angewendet werden könnte, wären Organverpflanzungen irgendwann einmal Geschichte: Darauf jedenfalls hoffen die Experten – jetzt, nach dem erfolgreichen Eingriff bei Ciaran, wieder ein bisschen mehr.