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USA fordern Wikileaks-Unterlagen zurück

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USA fordern Wikileaks-Unterlagen zurück

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Amerikas Verteidigungsministerium schlägt gegenüber Wikileaks scharfe Töne an: Es geht um die Unterlagen aus dem Afghanistankrieg, die die Gruppe ins Internet gestellt hat – 90.000 Dokumente. Dazu kommen noch jene 15.000 Dokumente, die Wikileaks bisher nicht veröffentlicht
hat, weil man selbst dort der Meinung war, dass das für die Soldaten gefährlich sein könnte.

Das Pentagon fordert all diese Unterlagen nun zurück: Sie seien Regierungseigentum, hieß es. Wikileaks müsse alles zurückgeben und die Dokumente dauerhaft löschen, von seiner Webseite, von seinen Rechnern und aus seinen Unterlagen. Ein Ministeriumssprecher meinte, die Webseite von Wikileaks sei eine dreiste Aufforderung an amerikanische Beamte und Militärs zum Rechtsbruch.

Die veröffentlichten Dokumente beleuchten den Alltag aus mehreren Jahren Krieg in Afghanistan. Die Armee sieht damit die Sicherheit von Soldaten vor Ort, aber auch von afghanischen Informanten gefährdet. Amerikas oberster General wirft Wikileaks vor, für ihren möglichen Tod verantwortlich zu sein. Konservative Politiker in den USA teilen diese Ansicht und fordern Schritte gegen Wikileaks bis hin zur Abschaltung der Internetseite.