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8 Tote nach Unwettern im Dreiländereck

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8 Tote nach Unwettern im Dreiländereck

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Im Dreiländereck zwischen Tschechien, Polen und Deutschland kamen infolge heftiger Unwetter und Überschwemmungen acht Menschen ums Leben.

In den engen Tälern des Erzgebirges und des angrenzenden Zittauer Gebirges traten viele Bäche und Flüsse über die Ufer. Die Sturzfluten unterspülten die Straßen und rissen ganze Häuser fort. Mindestens drei Menschen ertranken, drei weitere werden noch vermisst:

Der Bürgermeister einer kleinen Ortschaft:

“Viele Häuser wurden zerstört, die Straßen sind gesperrt, alle Brücken fort – es wird schwierig, dies alles wieder zu errichten.”

Eine gerettete Frau: “Sie haben uns in einem gummiboot evakuiert, es gab keine andere Möglichkeit, weil alles voller Wasser war.”

Auch in Polen kam eine Person zu Tode, als sie von den Trümmern eines einstürzenden Hauses erschlagen wurde. Mindestens 2000 Menschen mussten hier teils mit Amphibienfahrzeugen vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht werden.

In Görlitz stieg der Pegel im Grenzfluss Neiße auf über sieben Meter. Das ist nach Angaben des sächsischen Hochwasserzentrums der höchste Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1912. Nahe Chemnitz ertranken drei Menschen in einem Keller.

Mehrere Dörfer wurden vorsichtshalber evakuiert.