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Castro verliert keine Worte über Kubas Innenpolitik

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Castro verliert keine Worte über Kubas Innenpolitik

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Bei seinem ersten Auftritt in der Nationalversammlung seit vier Jahren hat Kubas früherer Präsident Fidel Castro vor einem angeblichen Atomkrieg gewarnt. Von Krankheit gezeichnet kritisierte er die USA für ihr Verhalten gegenüber dem Iran. Rund zehn Minuten dauerte Castros Rede.

Während er die atomare Bedrohung wortreich ausmalte, verlor er keine Worte über die innenpolitischen Reformen seines Bruders. Castro hatte Raúl die Regierungsgeschäfte vor vier Jahren übergeben.

Vor einer Woche hatte dieser in der Nationalversammlung angekündigt, der Wirtschaft mehr Privatinitiative zu überlassen. So dürfen die Kubaner bald kleine Geschäfte gründen und Angestellte beschäftigen. (Bisher war das nur für kleine Friseure und private Taxis der Fall.) Fidel, der weiter erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas ist, vermied es, die Innenpolitik Raúls zu kommentieren.