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Erleichterung, aber keine Entspannung in Moskau

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Erleichterung, aber keine Entspannung in Moskau

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Der Rote Platz in Grau. Zwar hat das russische Zivilschutzministerium erste Erfolge gegen die wütenden Wald- und Torfbrände gemeldet. Doch die Smog-Decke über der Hauptstadt Moskau hat sich nur leicht gelichtet. Und während der vergangenen 24 Stunden brachen mehr als 250 neue Feuer aus.

Noch immer ist der Kohlenmonoxid-Gehalt der Luft drei mal höher als normal, allerdings eine deutliche Verbesserung gegenüber Samstag.

Die Reiseanbieter melden einen Ansturm auf Ferienflüge, doch wegen der schlechten Sicht starten Flüge verspätet oder werden gestrichen. Besonders betroffen ist der Flughafen Domodedowo im Süden Moskaus.

“Am wichtigsten ist die Sicherheit”, sagt der Chef der Flugsicherung, Alexander Neradko, “wir haben noch einmal alle Crews angewiesen, nicht zu landen, wenn die Mindeststandards nicht erfüllt sind.”

Laut Angaben der Behörden wüten in ganz Russland noch immer mehr als 550 Brände, eine Fläche fast so groß wie das deutsche Saarland steht in Flammen. Deutschland schickte Atemschutzmasken, Frankreich ein Flugzeug, Polen Feuerwehrleute zu Hilfe. Zugleich zogen Botschaften Personal ab. Bislang kamen durch die Brände mehr als 50 Menschen ums Leben.