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Flutkatastrophe: Touristen aus Ladakh ausgeflogen

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Flutkatastrophe: Touristen aus Ladakh ausgeflogen

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Im Norden Pakistans behindern weiter heftige Regenfälle die Rettungsarbeiten. Bergrutsche versperren den Rettungsmannschaften ebenso den Zugang in das Katastrophengebiet wie weggespülte Straßen. Die Witterungsbedingungen erschweren den Einsatz von Hubschraubern. Mehrere hunderttausend Menschen sind in Notunterkünften untergebracht.

Unter den über 1500 Todesopfern befindet sich auch der kleine Sharoz. Die Fluten hatten ihn und seinen Cousin mitgerissen. Nach drei Tagen fand Sharoz Vater ihre Leichen. “Ein, zwei Kilometer entfernt stand ich im Wasser, als jemand im Schlamm einen Fuß entdeckte und mich rief. Als ich näherkam,erkannte ich den Fuß meines Sohnes”, erinnert sich Shams ul Qamar.

Der Unmut der Betroffenen über die nach ihrer Ansicht schleppenden Hilfsmaßnahmen drückt auf das Ansehen der ohnehin schon unpopulären pakistanischen Regierung. Immer weitere Teile des Landes sind von den Fluten betroffen. Auf mehr als 1000 Kilometer Länge wälzt sich eine Flutwelle durch das dichtbesiedelte Tal des Indus.

In Indien ist die Himalayaregion Ladakh am Oberlauf des Indus von den Fluten betroffen. Nach offiziellen Angaben werden 500 Menschen vermisst, rund 150 Menschen kamen in den Fluten und Schlammlawinen um. Die entlegene Bergregion, die zu den Bundesstaaten ist bei Touristen besonders beliebt. Mehr als 1000 Touristen wurden aus der Hauptstadt Leh ausgeflogen. Schlamm und Geröll blockierten nach der Flut die beiden einzigen Straßen, die Leh mit dem Rest des Landes verbinden.