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Gaza-Flotte: Netanjahu kritisiert erneut Türkei


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Gaza-Flotte: Netanjahu kritisiert erneut Türkei

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei der Anhörung vor einer israelischen Untersuchungskommission zur Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte die Türkei indirekt mit verantwortlich gemacht. Die Regierung in Ankara sei dem Appell seines Landes, die Flotte zu stoppen, nicht gefolgt. Schon zuvor habe sie sich bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm auf Seiten Teherans gestellt – Israels Intimfeind.

Netanjahus Sprecher erläuterte: “Es gab das Angebot von Israel, dass alle zivile Fracht, die sich auf diesen Schiffen befand, unter Garantie am israelischen Hafen Ashdod oder am ägyptischen Hafen Al-Arish abgeliefert werden kann, und dass sie dann mit Garantie bei den Menschen im Gaza-Streifen ankommt. Leider waren diese diplomatischen Bemühungen, wie unser Ministerpräsident sagte, erfolglos. Die Leute auf dem Boot waren auf Konfrontation aus.”

Die Kommission, die von der israelischen Regierung eingerichtet wurde, soll die Umstände der Erstürmung der Hilfsflotte für den Gaza-Streifen klären. Neun Türken kamen dabei ums Leben. Die Türkei hat diese Überprüfung bereits für bedeutungslos erklärt: Israel könne nicht gleichzeitig Angeklagter und Richter sein. An diesem Dienstag nimmt eine UN-Kommission ihrerseits eine Untersuchung auf.

Das geenterte Schiff, die “Navi Marmara”, ist inzwischen wieder in der Türkei eingetroffen – laut Betreibern frisch gestrichen, um die Einschussspuren zu übertünchen.

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