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Kagame will Wiederwahl in Ruanda

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Kagame will Wiederwahl in Ruanda

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Im ostafrikanischen Ruanda wird heute der Staatspräsident gewählt. Gut fünf Millionen Wähler können sich bis zum Nachmittag unter vier Bewerbern entscheiden.

Allerdings ist sicher, dass der Amtsinhaber wieder das Rennen machen wird: Paul Kagame. Er gewann schon die letzte Wahl mit 95 Prozent der Stimmen. Die anderen Bewerber gelten als chancenlos. Wahre Oppositionspolitiker sind sie ohnehin nicht: Jede Opposition muss von Kagames Partei erst zugelassen werden.

Kagame ist der Mann, der 1994 mit seiner Rebellenarmee aus dem ugandischen Exil kam und dem Massenmord ein Ende setzte, bei dem die Volksgruppe der Hutu Hunderttausende von Tutsi umgebracht hatte. Danach regierte er das Land schon faktisch, ehe er 2000 auch formell zum Staatsoberhaupt wurde.

Seit er an der Macht ist, hat er Ruanda gründlich modernisiert; es gilt sogar als nahezu frei von Korruption. Menschenrechtler prangern aber den Zustand der Demokratie an. So sprechen sie von Repressalien gegen Opposition und Medien während des Wahlkampfs und sogar von einem Klima der Angst.