Eilmeldung

Eilmeldung

Terrorismusverdacht: Hamburg schließt Moschee

Sie lesen gerade:

Terrorismusverdacht: Hamburg schließt Moschee

Schriftgrösse Aa Aa

Die Behörden haben die Hamburger Taiba-Moschee wegen erneuten Terrorismusverdachts an diesem Morgen geschlossen. Die Moschee, früher Quds-Moschee genannt, war als Treffpunkt der Attentäter vom 11. September 2001 über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt geworden. Mohammed Atta, der mutmaßliche Anführer der Todespiloten, und etliche Komplizen gingen hier ein und aus.

Die Moschee steht seitdem unter Beobachtung der Terrorfahnder. Laut Hamburger Verfassungsschutzbericht traf sich hier auch weiterhin der harte Kern der Jihadisten aus der Region: Die Moschee sei der Hauptanziehungspunkt für die 45 Mitglieder der Hamburger Jihadistenszene gewesen. Die Polizei durchsuchte nun das Gebäude und beschlagnahmte Computer und anderes. Der Trägerverein wurde jetzt ebenfalls verboten.

Laut Verfassungsschützern reisten im vergangenen Jahr zehn der selbsternannten Hamburger Heiligen Krieger nach Afghanistan oder Pakistan, um sich vermutlich in militärischen Ausbildungslagern auf den Kampf vorzubereiten. Mindestens einer von ihnen schloss sich der Islamischen Bewegung Usbekistan an.