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Hamburg ordnet Moscheeschließung an

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Hamburg ordnet Moscheeschließung an

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Die Hamburger Polizei hat am Montagmorgen die umstrittene Taiba-Moschee wegen erneuten Terrorverdachts geschlossen. Die Moschee, früher Quds-Moschee genannt, war als Treffpunkt der Attentäter vom 11. September bekannt geworden. Für Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus ist die Moschee ein Magnet für Dschihadisten.

“Wir können in Hamburg keine Kontaktstelle für einen Personenkreis zulassen, der sich für eine islamistische Gesellschaftsordnung einsetzt und diese im Zweifel auch mit Gewalt durchsetzen würde. Wenn es noch eines letzten Beweises für die verfassungsfeindlichen Umtriebe bedurfte, so war das die sogenannte Hamburger Reisegruppe, die im März vergangenen Jahres in das pakistanisch-afghanische Grenzgebiet ausgereist ist, um sich dort in einem militärischen Ausbildungslager zu heiligen Kriegern ausbilden zu lassen”, sagte Ahlhaus auf einer Pressekonferenz.

Auch der Träger der Moschee, der deutsch-arabische Kulturverein Taiba wurde verboten. Er habe gegen die im Grundgesetz festgeschriebene verfassungsmäßige Ordnung verstoßen. Der Verein wirft Ahlhaus politischen “Aktionismus” vor. Die Moschee sollte nach dem Ramadan Mitte September geschlossen worden, da es keine Spendengelder mehr gegeben habe. Der Trägerverein sei praktisch insolvent. Das habe der Verfassungsschutz auch gewusst.

In der Moschee hatten sich Mohammed Atta und die anderen Attentäter der “Hamburger Zelle” getroffen. Zuletzt hatte eine Gruppe aus dem Umfeld der Moschee für Schlagzeilen gesorgt. Die Männer wurden im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufgespürt, als sie auf dem Weg in ein Ausbildungscamp für “Gotteskrieger” waren.