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Kolumbien und Venezuela wollen Neuanfang

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Kolumbien und Venezuela wollen Neuanfang

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Kolumbien und Venezuela, die oft zerstrittenen Nachbarn, wollen einen Neuanfang. Gerade hat Juan Manuel Santos, der neue kolumbianische
Staatspräsident, sein Amt angetreten, da kommt heute sein venezolanischer Kollege zu Besuch.

Dass Hugo Chávez hier übermäßig beliebt wäre, lässt sich nicht sagen: “Chávez ist verrückt”, sagt ein Mann in Bogotá.“Der nimmt doch alles, um Kolumbien runterzumachen – oder überhaupt jeden, der bei seinen Plänen nicht mitmacht.”

Auf beiden Seiten ist man zurückhaltend, angesichts der vielen Zerwürfnisse der letzten Jahre. “Das wird ganz schön schwierig”, meint eine Frau in Caracas; “es gibt viele wichtige Sachen, die die beiden regeln müssen”.

Santos will die Beziehungen zu den Nachbarländern verbessern. Allerdings muss sich erst zeigen, wie viel die beiden Politiker gemeinsam haben: der konservative Santos und der sozialistische Chávez.

Kolumbien wirft Venezuela zum Beispiel vor, es biete linken Rebellen eine Rückzugsmöglichkeit. Venezuela bestreitet das und prangert seinerseits das enge Verhältnis Kolumbiens zu den USA an.