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China: Siebenhundert Tote nach Erdrutschen

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China: Siebenhundert Tote nach Erdrutschen

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Siebenhundert Tote sind nach den verheerenden Erdrutschen im Nordwesten Chinas zu beklagen. Das ist die neue Zahl, die die Behörden nennen. Dazu werden immer noch mehr als tausend Menschen vermisst. In Trümmern und Geröll wird mit einfachsten Mitteln weiter nach Überlebenden gesucht.
 
“Da unten liegt meine Nichte”, klagt eine Frau. “Sie hat auf mein Haus aufgepasst. Von den Nachbarn haben nur ein paar überlebt. Aber ich gebe nicht auf: Wenn sie tot ist, will ich wenigstens noch ihre Leiche sehen. Es ist alles meine Schuld.”
 
Zelte, Lebensmittel oder Notstromaggregate sind inzwischen vor Ort angekommen. Zehntausende Menschen haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, um sich in Sicherheit zu bringen.
 
Die Einsatzkräfte versuchen weiter, einen See ablaufen zu lassen, der sich oberhalb der Kreisstadt Zhouqu angestaut hat. Sie befürchten, dass sich die Wassermassen bei neuen Regenfällen selbst einen Weg bahnen. Einen Teil des Wassers konnten sie inzwischen ableiten; der Pegel ist etwas gesunken.