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Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg steigt

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Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg steigt

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Laut Halbjahresstatistik der Mission der Vereinten Nationen wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 31 Prozent mehr Zivilpersonen bei Kämpfen und Anschlägen verletzt oder getötet als im ersten Halbjahr 2009. Vor allem immer mehr Kinder und Frauen werden Opfer der Gewalt.

Der UN-Sondergesandte in Afghanistan, Staffan de Mistura: “Was bedeuten 31 Prozent in realen Menschenleben? Insgesamt 3.268 afghanische Zivilisten sind binnen sechs Monaten diesem Konflikt zum Opfer gefallen.”

Der Löwenanteil – 76 Prozent – geht auf das Konto der Aufständischen. 12 Prozent haben einheimische und ausländische Sicherheitskräfte zu verantworten, 12 Prozent wurden keiner der beiden Parteien zugeordnet.

Während die Zahl der zivilen Opfer der Taliban und anderer Aufständischer gestiegen ist, haben die Sicherheitskräfte laut UN-Statistik ihre Kollateralschäden eingrenzen können – die geänderte Taktik der Luftangriffe trägt Früchte.

Hingegen emorden die Taliban laut UNO immer öfter gezielt Zivilisten – und richten selbst Kinder öffentlich hin.