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Touristen helfen Flutopfern in Indien

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Touristen helfen Flutopfern in Indien

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Auch in Indien, im Bundesstaat Jammu und Kashmir, hat es Überschwemmungen und Erdrutsche gegeben. In der abgelegenen Region Ladakh mussten sich nicht nur die Bewohner in trockene Gebiete flüchten. Auch zahlreiche ausländische Touristen sitzen hier fest.

Einige von ihnen haben aus der Not eine Tugend gemacht und eine Art Ambulanz eingerichtet. “Ursprünglich sind wir für ein humanitäres Programm hierher gekommen, speziell für Gesundheit und Bildung”; erzählt der Chef der provisorischen Open-Air-Praxis, der Leiter einer Ärzte- und Medizinstudentengruppe aus Taiwan. “Und dann gab es die Überschwemmungen. Also haben wir unseren Plan geändert.” Ein israelischer Spontan-Sanitäter ergänzt: “Wir kamen als Touristen, und es wurde, denke ich, von uns erwartet, dass wir bleiben. Jeder würde das tun, niemand wird herkommen, dieses ganze Desaster hier sehen und sagen, ach nein, ich hab damit nichts zu tun, ich gehe wieder.”

Die Federführung hat die Gruppe aus Taiwan übernommen, angeschlossen haben sich Touristen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich und Israel. Ein unvorhergesehenes Kontrastprogramm: Normalerweise kommen die Touristen wegen der buddhistischen Klöster oder zum Abenteuersport hierher.