Eilmeldung

Eilmeldung

Über 1100 Tote in China

Sie lesen gerade:

Über 1100 Tote in China

Schriftgrösse Aa Aa

Für die Verrschütteten in China schwindet die Hoffnung auf eine Rettung aus Schlamm und Geröll.
Drei Tage nach den verheerenden Erdrutschen in der Provinz Gansu hat sich am Mittwoch nach offiziellen Angaben die Zahl der Toten auf über 1.100 erhöht, mehr als 600 Menschen werden noch vermisst. Regen behindert die Suche nach verschütteten Opfern. Heftige Regenfälle hatten am Sonntag im Landkreis ZhouQu im tibetischen Teil der Provinz Gansu mehrere Erdrutsche ausgelöst. 45.000 Menschen sind der Aufforderung der Behörden gefolgt und haben ZhouQu verlassen.

Der Schlamm ist so zäh, dass es kaum möglich ist schweres Räumgerät einzusetzen. Die Helfer arbeiten mit Schaufeln und ihren bloßen Händen. Die Tibeterin Shen Si ist zum Zuschauen verurteilt, während die Bergungsmannschaften die Gegend ausgraben, in der ihr Elternhaus stand. “Meine Mutter und mein Vater waren über 60. Mit meinem jüngeren Bruder wurden sie vom Schlamm begraben”, klagt Shen Si.

Der chinesische Wetterdienst warnte vor weiteren Erdrutschen. Der anhaltende Regen solle bis zum Freitag stärker werden und werde wahrscheinlich neue Schlammlawinen auslösen.