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UNO wirbt um Pakistanhilfe

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UNO wirbt um Pakistanhilfe

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Angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan bittet die
UNO ihre Mitglieder um Spenden: 350 Millionen Euro wollen die Vereinten Nationen so einwerben. Dieses Geld soll ausreichen, um den Betroffenen drei Monate lang zu helfen.

Hilfe, die dringend nötig ist: “Unser Dorf ist zerstört”, sagt ein junger Mann in der Nordwestprovinz; “seit zwölf Tagen leben wir am Straßenrand. Wir brauchen Essen und Zelte, aber wir haben nichts bekommen.”

Mehr als zwölfhundert Menschen sind laut UNO durch die Überschwemmungen ums Leben gekommen. Insgesamt vierzehn Millionen Menschen sind demnach direkt oder indirekt von der Flut betroffen.

Man wisse, dass sich manche über zögerliche Hilfe beschwerten, sagt Maurizio Giuliano, der Sprecher der UNO-Hilfsbehörde. Aber es sei eben auch unmöglich, Zelte für vierzehn Millionen Menschen innerhalb von ein oder zwei Tagen zu liefern.

Die pakistanischen Taliban fordern von der Regierung und den Betroffenen, auf westliche Hilfe zu verzichten, da sie von Feinden des Islam komme.
Im Gegenzug würden sie selbst fünfzehn Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Spendenbereitschaft zum Beispiel der Deutschen
ist aber auch gering – viel geringer als bei anderen Katastrophen: Das ist fast übereinstimmend der Eindruck der großen Hilfsorganisationen. Als Grund nennen sie das schlechte Image Pakistans als Land von Krieg und Terror.