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Weniger Brandherde in Russland

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Weniger Brandherde in Russland

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Gute Nachrichten von der Brandfront in Russland. Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums hat sich in den vergangenen 24 Stunden die brennende Wald- und Moorfläche nahezu halbiert. Im Umkreis der militärischen Anlagen sei die Lage stabil, hieß es. Insgesamt 17 Regionen sind von der Feuersbrunst betroffen, in sieben von ihnen gilt der Notstand.
 
Mehr als 160 000 Menschen sind im Einsatz gegen die über 600 Brandherde. Einer von ihnen ist Artiom Michatkin in Sidelnikowo in der autonomen Republik Mari El am Mittellauf der Wolga. “Wir gehen Streife und löschen die Brände, die wir sehen. Aber im Wald sind mehrere Feuer. Es ist unmöglich, die zu löschen”, berichtet Michatkin.
 
Viele werfen dem Kremel vor, nicht genug zu unternehmen. Die Behörden hätten die Waldbrandgefahr unterschätzt, es fehle an allen Ecken und Enden. In Petruschino, einem Dorf vor den Toren Moskaus, mußten die Anwohner fast zehn Tage warten, bis Hilfe eintraf. Elena Ryabowa hat schließlich die Dinge in die Hand genommen und die Brandbekämpfung organisiert. “Wir haben nicht genügend Löschfahrzeuge. Wir haben bei den Bezirksbehörden welche angefordert, aber keine erhalten”, klagt sie.
 
Gewitter mit heftigen Winden haben die giftige Rauchwolke, die seit Tagen über Moskau schwebte, weggeblasen – aber wohl nur vorübergehend, denn bei Windstille komme der Rauch wieder, warnen die Meteorologen.