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Frankreich diskutiert über Fixerstuben

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Frankreich diskutiert über Fixerstuben

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In der Schweiz gibt es sie, ebenso in anderen Ländern Europas: Drogenkonsumräume, oder auch Fixerstuben. Süchtige können hier offiziell und unter Betreuung mitgebrachte Drogen nehmen; und das unter hygienisch einwandfreien Bedingungen, wie mit sauberen Spritzen.

In Frankreich ist um die mögliche Einrichtung solcher Räume jetzt ein Streit entbrannt – ein Streit, der sich auch durch die Regierungspartei und sogar durch die Regierung selbst zieht.

Eine Studie habe den Nutzen dieser Räume gezeigt, sagt Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot. Es gehe darum, sich um stark Abhängige zu kümmern und zu verhindern, dass sie sich mit Hepatitis C oder mit Aids ansteckten.

Allerdings hat ihr eigener Chef das postwendend abgelehnt. Für Ministerpräsident François Fillon sind Fixerstuben weder nützlich noch wünschenswert. Man müsse den Drogenkonsum senken, sagt er – und ihn nicht begleiten oder gar organisieren.

Da, wo man den anderen Weg geht, zeigt man sich aber von dessen Richtigkeit überzeugt. “Das ist der Ort, wo soziale Kontakte gepflegt werden”, sagt der Basler Sozialarbeiter Carsten Meyer. “Und sie kommen auch immer wieder mit Problemstellungen zu uns und möchten unseren Rat wissen.”

Trotz des Neins von oben: Beendet ist die Debatte in Frankreich damit noch lange nicht, Ausgang offen.