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Torffeuer bei Tschernobyl keine Gefahr

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Torffeuer bei Tschernobyl keine Gefahr

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In der Ukraine sorgt ein Torffeuer in der Umgebung des stillgelegten Unglücksreaktors von Tschernobyl für Aufregung. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums brennt 60 Kilometer südlich eine Fläche von zwei Hektar. Der Brand soll spätestens morgen gelöscht sein. Nach Angaben der Behörden stellt er “keine Gefahr” für die Bevölkerung dar. Strahlenschutzexperten verweisen darauf, dass die radioaktive Belastung in den zweieinhalb Jahrzehnten, die seit der Reaktorkatastrophe vergangen sind, deutlich abgeklungen ist.

Nachdem die Zahl der Brandherde weiter gesunken ist, wurde in drei der von den Waldbränden betroffenen 17 Regionen der Ausnahmezustand wieder aufgehoben.

In Gebieten, die nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 radioaktiv verseucht worden waren, haben die russischen Behörden keine erhöhten Strahlenwerte gemessen. Man bemühe sich aber die Feuer in diesen Gebieten jeweils innerhalb eines Tages zu löschen.

“Natürlich bennötigen diese Regionen einen besonderen Brandschutz, weil die Radioaktivität mit dem Rauch aufgewirbelt werden und sich mit dem Ruß über ein größeres Gebiet verteilen könnte”, warnt der Direktor des russischen Forstinstitutes Andrei Sirin.

Meteorologen sagen für die kommende Woche ein Ende der großen Hitze voraus. Hohe Temperaturen und Trockenheit hatten zu den Wald- und Torfbränden beigetragen.