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Deutschland schiebt die Eurozone an

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Deutschland schiebt die Eurozone an

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Ein Prost auf die deutsche Wirtschaft: Denn sie ist derzeit so etwas wie der Turbo für die gesamte Eurozone. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt hat im zweiten Quartal um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zugelegt – das stärkste Plus seit 20 Jahren. Ökonomen hatten nur einen Anstieg um rund 1,3 Prozent erwartet. Der Privatkonsum und die steigenden Exporte trugen ebenso zu dem Boom bei wie der Anstieg der Industrieproduktion und die staatlichen Konjunkturprogramme.

Damit liegt Deutschland in der Eurozone unangefochten an erster Stelle, vor Frankreich, dessen Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,6 Prozent wuchs, und weit vor Spanien mit einem matten Plus von nur 0,2 Prozent. Im gesamten Euroraum nahm das BIP um 1 Prozent zu.

In Frankreich stützt vor allem der Privatkonsum die Wirtschaft, dazu kommen steigende Investitionen der Unternehmen. Spanien erholt sich nur langsam von der Krise, der IWF erwartet, dass die spanische Wirtschaft im Gesamtjahr 2010 sogar um 0,4 Prozent schrumpfen wird. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit macht Madrid zu schaffen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 20 Prozent und ist die höchste im gesamten Euroraum.