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Keine nukleare Gefahr durch Brände?

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Keine nukleare Gefahr durch Brände?

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Nach wochenlangem Kampf gegen die Feuersbrunst haben die Einsatzkräfte in Russland die Waldbrände etwas eindämmen können.

Zudem seien die Strahlenwerte in den durch den Reaktorunfall von Tschernobyl radioaktiv verseuchten Gegenden bislang im normalen Bereich, wie die russischen Behörden mitteilten. Die zuständige Sprecherin: “Es ist schwer für mich zu sagen, warum alle so betroffen sind. Seit gestern werde ich pausenlos aus Moskau angerufen….es gibt aber keinen Grund zur Sorge. Die Radioaktivität ist auf normal niedriegem Level, sie ist nicht einmal ein kleinbisschen gestiegen.”

Aus Sicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace könnten die Brände hingegen zu gefährlichen Stromausfällen bei Atomkraftwerken führen. Wenn Flammen Hochspannungsleitungen zerstören oder Rauch und Hitze Notstromgeneratoren unbrauchbar machten, könnten die Reaktoren der Werke nicht mehr, wie nötig, gekühlt werden.

Weiterhin besonders angespannt war die Situation in der Region Nischni Nowgorod, etwa 400 Kilometer östlich von Moskau. Dort brannte erneut ein Dorf nieder. Es wurde jedoch niemand wurde verletzt.

Die Gesamtzahl der Feuer in Russland verringerte sich nach offiziellen Angaben auf 560. Am Vortag war noch von deutlich mehr als 600 Bränden die Rede gewesen.

Die Opposition hingegen wirft der Regierung nach wie vor schlechtes Krisenmanagement bei den verheerenden Waldbränden vor. Bei Protesten gegen den umstrittenen Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow sind etwa 30 Demonstranten festgenommen worden.