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Pakistan: Nach der Flut steigt die Seuchengefahr

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Pakistan: Nach der Flut steigt die Seuchengefahr

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Bei der Flutkatastrophe in Pakistan sind bisher mehr als 1.600 Menschen ums Leben gekommen. Die Vereinten Nationen warnen nun vor einer “zweiten Welle von Toten”. Verantwortliche vor Ort fürchten, dass viele Menschen an Unterernährung und Krankheiten sterben könnten. Insgesamt sind rund 14 Millionen von den verheerenden Monsunfluten betroffen, davon sechs Millionen Kinder.

Pascal Cuttat, Leiter des internationalen Komitees vom Roten Kreuzes warnt:
“Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist nicht begrenzt, sondern es gibt vielmehr gar kein Trinkwasser. Wenn es uns nicht gelingt, dieses Problem schnell in den Griff zu bekommen, dann wird diese Katastrophe noch mehr Opfer fordern. Es sterben bereits Kinder.”

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden tausende Flutopfer an Durchfallerkrankungen. Die Seuchengefahr im Katastrophengebiet sei hoch und es drohe Lebensmittelknappheit.
Eine Überlebende erzählt:
“Wir haben kein Trinkwasser. Wegen der Moskitos können wir nicht schlafen und der Strom fällt immer wieder für mehrere Stunden aus.”

Die Vereinten Nationen machen wegen der Fluthilfen für Pakistan Druck auf die Mitgliedsstaaten. Laut einem Sprecher in New York, seien von den beantragten umgerechnet rund 352 Millionen Euro erst ein Fünftel ausgezahlt worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wird am Samstag in Pakistan erwartet.