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Pakistans Taliban als Krisenhelfer

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Pakistans Taliban als Krisenhelfer

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Die Verteilung von Hilfsgütern in Pakistan ist angelaufen. Organisationen, wie Ärzte ohne Grenzen, stehen vor großen logistischen Herausforderungen. Die Flutopfer brauchen dringend sauberes Wasser, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe, doch der Transport von Hilfsgütern ist schwierig. Straßen und Brücken sind beschädigt, viele Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Ein Koordinator von Ärzte ohne Grenzen beklagt:

“Wir hatten einen Ort für die Verteilung ausgewählt, doch seit gestern ist er überschwemmt. Wir befinden uns jetzt rund 400 Meter weiter weg. Ich verfüge über keinen Platz, an dem ich die Verteilung mit einem Minimum an Sicherheit, organisieren könnte. Hier sind viele Menschen versammelt. Es ist also unmöglich einen Lastwagen voller Material herzubringen, denn das Risiko, dass es zu Plünderungen kommt ist zu groß. Ein Lastwagen wurde bereits geplündert.”

Islamistische Organisationen indes, verteilen Essen in den Moscheen, in denen viele Menschen Zuflucht gefunden haben. Mit unbürokratischer Hilfe versuchen die Islamisten aus dem Hochwasser politisches Kapital zu schlagen. Die pakistanische Regierung zeigte sich bisher mit dem Krisenmanagement der Flutkatastrophe völlig überfordert.