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3,5 Millionen Kinder in Lebensgefahr

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3,5 Millionen Kinder in Lebensgefahr

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Katastrophen aller Art treffen immer zuerst die Schwächsten. In Pakistan sind es zur Zeit die Kinder. Wenigstens 6 Millionen, die erkrankt oder verletzt sind oder ihre Eltern verloren haben.
Wo die Not so groß ist wie zur Zeit in den schwer zugänglichen Katastrophengebieten, da regiert gewöhnlich das Recht des Stärkeren.
Wie lange können Kinder unter solchen Bedingungen überleben?
Durch die Fluten obdachlos geworden sind mehrere Millionen Menschen. Es fehlt an sauberem Trinkwasser, an elementaren sanitären Anlagen.
Es drohen Cholera, Typhus, Durchfallerkrankungen – all die schrecklichen Begleiterscheinungen von Katastrophen.
Hilfe erreicht die Bedürftigen nur schleppend.
Viele haben noch gar nichts bekommen.
In den Flüchtlingslagern müssen ältere Geschwister – oft selbst noch Kinder – für die jüngeren sorgen. Wo die Dorfgemeinschaften auseinandergerissen wurden, bleibt die traditionelle Nachbarschaftshilfe auf der Strecke.
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, verteilt die besonders proteinhaltigen Kekse, die für solche Notlagen bereitgehalten werden. Die Hilfsorganisationen erreichen aber längst nicht alle Bedürftigen.
Inzwischen werden Krankheiten gemeldet.
Die Schwächsten – also hungrige Kinder – leiden zuerst. Umgeben von Wasser drohen viele zu verdursten, denn es fehlt an Trinkwasser.
Die Vereinten Nationen warnen:
Dreieinhalb Millionen Kinder sind vom Tode bedroht.
Ihre ausgemergelten Körper haben Krankheitserreger nichts entgegen zu setzen.
Der Arzt spricht von 200 bis 300 Patienten, die er täglich mit unzureichenden Mitteln behandelt.
Seine Reserven reichen nur für höchstens 50 Patienten am Tag. Aber die Magen- und Darmerkrankungen breiten sich so schnell aus, dass er hilflos ist.
Unter normalen Bedingungen würde man beim Anblick dieser Kinder sagen, sie brauchen psychologische Betreuung. Niemand wagt eine Prognose, mit welchen psychichen Schäden diese Kinder aufwachsen werden – wenn sie denn aufwachsen….