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Moskau wieder in dickem Qualm

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Moskau wieder in dickem Qualm

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Der giftige Qualm der Wald- und Torfbrände hat Moskau wieder im Griff: Aber Experten sagen für heute eine Erleichterung voraus, vor allem weil der Wind entscheidend drehen soll – von Ost auf Südwest.

Gestern früh galt allerdings noch, so der Meteorologe Alexej Popikow, dass vor allem das Niveau an Kohlenwasserstoffen mehr als fünf Mal so hoch war wie an einem normalen Morgen.

Das sind die Stoffe, die für den unangenehmen Geruch in der Luft sorgen. Dieser Geruch ist aber noch das kleinere Übel: Feinstaub und anderes gefährden auch die Gesundheit.

Auch gesunde Menschen, sagt die Ärztin Jelena Sapadinskaja, könnten bei körperlicher Aktivität an Husten oder Atemproblemen leiden, ebenso wie an Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

In klimatisierten Gebäuden kann man dem entkommen – wie zum Beispiel in Einkaufszentren.
“Ich kaufe hier Lebensmittel”, sagt eine Frau, “und atme mal ein bisschen frische Luft. Meine Nachbarin hat ein kleines Kind, acht Monate alt: Die beiden verbringen hier ganze Tage.”

Landesweit hat sich die brennende Fläche etwas verringert, auf gut fünfhundert Quadratkilometer. Ende der Woche soll es endlich abkühlen; allerdings wird dann auch noch dringend Regen gebraucht.