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Polizei trägt Mitschuld an Unruhen

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Polizei trägt Mitschuld an Unruhen

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In Kirgistan tragen die einheimischen Sicherheitskräfte einem Bericht zufolge Mitschuld an den ethnischen Unruhen vom Juni. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hervor.

Bei den Unruhen waren mehr als 370 Menschen ums Leben gekommen, hunderttausende Usbeken flohen. Die Polizisten und Militärs hätten die Minderheit der Usbeken nicht geschützt, sondern die Angriffe der Kirgisen erleichtert – lautet der Vorwurf.

Eine Human Rights Watch-Mitarbeiterin erklärte, dass bewaffnete Männer den gepanzerten Militärfahrzeugen in die Viertel gefolgt seien und auf die zurückgebliebenen Bewohner geschossen hätten. Danach habe der Mob Häuser plündern und niederbrennen können.

Im Mittelpunkt der Unruhen in dem zentralasiatischen Land stand die Großstadt Osch.
Auslöser war ein Streit zwischen Kirgisen und Usbeken Mitte Juni in einem Kasino der Stadt.
Die Unruhen hatten auch auf andere Städte übergegriffen.

Für den Bericht wurden kirgisische und usbekische Opfer, Menschenrechtler, Regierungsangehörige und
Justizmitarbeiter befragt.