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Blair-Spenden stoßen auf Kritik

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Blair-Spenden stoßen auf Kritik

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Der britische Ex-Premier Tony Blair will die Erlöse aus dem Verkauf seiner Autobiographie den im Irakkrieg verwundeten Soldaten zur Verfügung stellen.

Die Einahmen von schätzungsweise 5,6 Millionen Euro sollen direkt einem Reha-Zentrum für Vetaranen zugute kommen: “Blairs Spende wird das Leben der Menschen verändern. Mehr noch: es kann kein Zweifel mehr bestehen an seiner Integrität, mit diesem Entschluss den Erlös wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen.”

Blairs Gegner jedoch sehen in der Millionenspende für verletzte Soldaten einen verzweifelten Versuch, sein Gewissen zu beruhigen. Seiner Verantwortung für den Krieg könne er sich so nicht entziehen:
“Er hätte eine ideale Gelegenheit gehabt, sich vor dem Irak-Untersuchungsausschuss bei den betroffenen Familien zu entschuldigen,- er hat aber nicht einmal daran gedacht.”

Blair hatte vor dem Ausschuss zur Untersuchung des Irakkriegs im Januar betont, dass er sich wieder für den Krieg entscheiden würde. Dies gelte auch, obwohl die Massenvernichtungswaffen, die als ursprüngliche Begründung für die Invasion des Irak dienten, nie gefunden worden waren.

Britische Demonstranten hatten vor Jahren massiv gegen den Krieg im Irak protestiert, in den Blair den USA 2003 gefolgt war.

In jedem Fall hat die überraschende Ankündigung
dem Expremier nochmals reichlich Publicity für sein Buch gebracht.