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Köln wird zur Spiel-Metropole

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Köln wird zur Spiel-Metropole

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Es darf gespielt werden: In Köln hat am Mittwoch die größte europäische Computerspiele-Messe Gamescom ihre Pforten geöffnet. 505 Unternehmen sind vertreten, die Veranstalter rechnen mit mehr Besuchern als im Vorjahr – und schon damals waren es 245.000. An rund 10.000 Spielestationen kann alles ausprobiert werden, was der Markt zu bieten hat, etwa Spiele mit Bewegungssteuerung, die sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreuen. “Es klappt besser, als ich gedacht habe”, stellt ein jugendlicher Besucher erstaunt fest, und ein Mädchen sieht in Bewegungsspielen eine Variante für all jene, die mit Computern auf nicht ganz vertrautem Fuß stehen: “Für diese Menschen ist es wohl einfacher, sich zu bewegen, anstatt Tasten zu drücken, die man erst lernen muss…”

Dabei geht es der Branche eigentlich gar nicht so gut. 2009 verzeichnete sie den ersten Umsatzrückgang seit sieben Jahren. Dennoch will
der Geschäftsführer des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware, Olaf Wolters,
von einer Krise nichts hören: “Wir haben das dritterfolgreichste Hypejahr aller Zeiten. 2009 hatten wir ein Minus gemacht, aber wird sind ganz dicht dran am Rekordjahr 2008. Darum haben wir eine kleine Verschnaufpause, aber keine Krise.”

Für das laufende Jahr erwartet die Branche allerdings nur ein minimales Wachstum, wobei Online-Spiele als Motor gesehen werden. Supermario & Co. werden also wohl auch in Zukunft weiterhin die Wohnzimmer erobern.