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Kolumbien debattiert US-Militärabkommen

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Kolumbien debattiert US-Militärabkommen

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Das kolumbianische Verfassungsgericht hat entschieden, daß das Parlament des Landes nachträglich über ein umstrittenes Militärabkommen mit den USA abstimmen muss.

Kolumbien sichert den USA in dem Abkommen die Benutzung seiner Stützpunkte durch amerikanische Streitkräfte zu. Nach Willen der Regierung soll es dabei bleiben. Der kolumbianische Verteidigungsminister: “Wir haben immer wieder die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kolumbien und den USA betont, die sich über Jahrzehnte im Bereich Sicherheit, Verteidigung, Drogen-, und Terrorismusbekämpfung entwickelt hat.”

Der ehemalige Präsident Kolumbiens, Álvaro Uribe, hatte den US-Streitkräften sieben Stützpunkte in seinem Land zur Verfügung gestellt, nachdem die USA 2009 ihre Basen zur Bekämpfung des Drogenhandels in Ecuador hatten aufgeben müssen.

Dagegen hatte vor allem Venezuelas Präsident Hugo Chávez protestiert, der den USA vorwarf in dem Nachbarland einen Krieg vorzubereiten.

Das Gericht in Bogotá urteilte jetzt, dass der Vertrag wie ein internationales Abkommen zu behandeln sei und deshalb der Zustimmung
des Kongresses bedürfe.