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Russland

Suche nach Schuldigen

In Russland wird Kritik laut, das Land sei nicht ausreichend auf die Hitzewelle vorbereitet gewesen. Seit Juni herrschen Temperaturen bis zu 40 Grad. Zeit für eine erste Bilanz: Laut einer Statistik des Einwohnermeldesamtes starben in Moskau im Juli fast 5.800 Menschen mehr als im Vergleich zum Vorjahrszeitraum.

Boris Revich von der Akademie der Wissenschaft kritisierte, es gebe in Russland keinen Notfallplan, wie mit solchen Situationen umgegangen werden soll. “Sowohl europäische Länder als auch die USA und Kanada haben zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit solchen Hitzewellen gesammelt. Dagegen haben wir keinen Plan, dieser soll erst noch entworfen werden.”

Viele der Opfer sollen ältere Menschen gewesen sein. Die Altenheime, als auch Krankenhäuser haben keine Klimaanlagen. Spezielle soziale Einrichtungen öffneten, um älteren und kranken Menschen zu helfen.

Auch wenn die Wald- und Torfbrände eingedämmt sind, liegt über der Haupstadt immer noch eine Rauchglocke. Die Kohlenmonoxid- und Kohlenwasserstoffkonzentration in der Luft liegt weiterhin über den Grenzwerten.

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