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Moskau verbietet Nachtverkauf von Schnaps


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Moskau verbietet Nachtverkauf von Schnaps

Noch einmal wird es für die Moskauer schwieriger, an Schnaps zu gelangen: Ab September dürfen Spirituosen nur noch tagsüber von zehn bis zehn verkauft werden. Abends um zehn ist dann Schluss; das bisherige nächtliche Verkaufsverbot (das aber auch viele Ausnahmen hatte) wird damit noch einmal ausgeweitet.

Speisegaststätten dürfen aber weiterhin unbegrenzt ausschenken. Besser begüterte Russen müssen somit auch später am Abend nicht auf Hochprozentiges verzichten.

Leider sei es in Russland nun einmal so: Dreißig bis vierzig Prozent der Leute hätten ein Alkoholproblem, sagt der Regierungsexperte Jewgeni Brun. Das habe wirtschaftliche, gesellschaftliche und medizinische Folgen, hervorgerufen durch diese Menschen.

Schon die Sowjetunion wollte in den Achtzigern das starke Trinken unter ihren Bürgern eindämmen, aber ohne Erfolg. Jetzt soll es damit aber Ernst werden: So wurde schon für Autofahrer die Nullpromillegrenze eingeführt; außerdem gilt jetzt ein staatlicher Mindestpreis für Wodka, der in den kommenden Jahren noch steigen soll.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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