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Roma raus: Frankreich macht ernst

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Roma raus: Frankreich macht ernst

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Frankreich hat mit der umstrittenen Abschiebung von mehreren hundert Roma begonnen. Die ersten 93 Roma trafen am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen von Bukarest ein. Ihre Ausreise aus Frankreich war “freiwillig” erfolgt, die Roma hatten von dem Angebot einer Rückkehrprämie Gebrauch gemacht. Für Erwachsene gab es 300 Euro, Kinder erhielten 100 Euro.

“Ich kehre nach Rumänien zurück. Wenn man dort 30 Tage 15 Stunden täglich arbeitet hat man 150 Euro. Das ist nicht genug zum Leben” klagt ein Ausgewiesener.

Die Aktion ist auf Kritik im In- und Ausland gestoßen. Die Europäische Kommission ermahnte Frankreich, sich an das Europarecht zu halten: “Roma sind wie alle anderen EU-Bürger. Sie haben volle Bürgerrechte in der EU, sie besitzen Freizügigkeit in der gesamten Union. Sie können arbeiten, studieren wie jeder andere”, betont der Sprecher der Justizkommissarin, Matthew Newmann.

Nach Ausschreitungen von Roma hatte Präsident Sarkozy ein härteres Vorgehen gegen die Volksgruppe angekündigt. In den vergangenen Wochen waren mehr als 50 illegale Roma-Lager aufgelöst worden. Opposition und Menschenrechtsgruppen kritisierten das Vorgehen der Regierung.