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US-Truppen verlassen Irak - Soldaten "erleichert"

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US-Truppen verlassen Irak - Soldaten "erleichert"

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Die US-Kampftruppen verlassen wie geplant den Irak. Eine weitere Einheit ist abgezogen – zunächst nach Kuweit. Gegenwärtig haben die USA noch 56.000 Soldaten im Irak. 50.000 sollen bis auf weiteres dort bleiben.

Die US-Regierung hat einen Medienbericht dementiert, wonach ihre letzten Kampftruppen den Irak vorzeitig verlassen haben. Der Kampfeinsatz sei formell erst am 31. August abgeschlossen, so ein Regierungssprecher. Dann werde der Einsatz der (Kampf-)Brigaden umgewidmet – sie beraten und assistieren.

Soldat zeigen sich erleichtert:
“Ein Riesenstress ist gerade von mir abgefallen. Kuweit fühlt sich gut an – bald geht’s Richtung Heimat.”

“Ich bin einfach nur erleichtert, nach 12 Monaten in diesem Fahrzeug hier. Jetzt kann ich endlich raus und merke – das könnte für eine ganze Weile das letzte Mal sein, dass ich in dieser Ausrüstung herumlaufe – ein nettes Gefühl.”

“Mit dem Einmarsch hatte ich nichts zu tun. Jetzt schliessen wir die Sache ab – ein gutes Gefühl für meine Mannschaft und mich.”

Von den USA angeführte Truppen waren 2003 unter Präsident George W. Bush in den Irak einmarschiert und hatten den damaligen Diktator Saddam Hussein gestürzt.

Seither fielen mehr als 4400 US-Soldaten im Irak.

Anfang 2012 werde es dort keinen US-Soldaten mehr geben, hat Präsident Barack Obama angekündigt.

Die Gewalt im Irak ist stark zurückgegangen – nach einem Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen ethnischen und religiösen Gruppen vor rund drei Jahren. Von politischer Stabilität ist das Land allerdings weit entfernt. Auch fünf Monate nach der Parlamentswahl hat das Land keine Regierung.