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US-Truppen ziehen ab - Irak vor schweren Zeiten

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US-Truppen ziehen ab - Irak vor schweren Zeiten

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Die US-Militär- “Operation Irakische Freiheit” läuft aus – wie geht es im Irak weiter ?

Die Gewalt ist zwar stark zurückgegangen – nach dem Höhepunkt der Kämpfe zwischen ethnischen und religiösen Gruppen vor rund drei Jahren. Von politischer Stabilität ist das Land allerdings weit entfernt. Die Bewohner der Hauptstadt sind geteilter Meinung:

Amir Sa’doon:
“Lasst sie ziehen. Besser heute als morgen. Wir wollen die nicht. Sie machen uns müde. Was wollten die überhaupt hier ? Sie haben uns besetzt. Genug mit Besatzung. Lasst sie ziehen.”

Abdul-Ridha al-Jabouri:
“So wie die Lage im Moment ist, wird der Irak destabilisiert, wenn die amerikanischen Truppen abziehen. Das politische Vakuum, die lange Warterei bis endlich eine Regierung zusammengeht – all diese Faktoren.”

Fünf Monate nach der Parlamentswahl hat das Land immer noch keine Regierung.

Am Dienstag hatte sich in Bagdad ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt – mit ihm starben 60 Menschen vor einem Rekrutierungsbüro der irakischen Armee.
Mindestens 125 Menschen wurden verletzt.

Wenige Stunden später explodierte in einem Schiitenviertel von Bagdad ein Tanklastwagen. Acht Menschen kamen ums Leben, 44 weitere erlitten Verletzungen.