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Japans Währung ist zu stark für die Wirtschaft

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Japans Währung ist zu stark für die Wirtschaft

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Die japanische Wirtschaft macht Regierungschef Naoto Kan Sorgen. Vor allem der starke Yen belastet. Das Finanzministerium hat mit einigen G7-Staaten Gespräch aufgenommen; Währungsexperten sind allerdings skeptisch, ob die G7-Gruppe gemeinsame Maßnahmen ergreifen wird. Naoto Kan trifft am Montag mit dem Chef der japanischen Zentralbank zusammen. Im Vorfeld wurde spekuliert, die Notenbank könnte an den Finanzmärkten intervenieren. Kan selbst blieb zurückhaltend: Man werde im August Gespräche führen und danach gemeinsam über die weitere Vorgangsweise entscheiden, sagte er.

Die japanische Wirtschaft ist nahezu zum Stillstand gekommen. Im zweiten Quartal wuchs sie um nur 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Ein Grund dafür war der schwache Konsum, der unter dem Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme leidet. Die Regierung erwägt, die Kaufanreize für Unterhaltungselektronik zu verlängern. Zudem bremst der starke Yen die Exporte. Manche Experten meinen allerdings, dass Japan unbequeme Reformen allzulang vermieden hat und nun die Rechnung für diese Versäumnisse bezahlen muss.