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Potash sucht nach einem "weißen Ritter"

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Potash sucht nach einem "weißen Ritter"

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Der kanadische Düngemittelhersteller Potash sieht sich offenbar als Hahn im Korb – und sucht nach einem Käufer, der ein besseres Angebot macht als BHP Billiton. Laut Medienberichten prüft Potash bereits alternative Offerten. Erst vor wenigen Tagen hatte der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton mehr als 30 Milliarden Euro für Potash geboten – die Kanadier hatten jedoch kühl abgelehnt. Dies zeige deutlich das große Selbstbewusstsein des Unternehmens, meint Analyst Julian Mayo: “Die Konzerne fühlen sich wieder sicherer. Viele von ihnen sind finanziell sehr gut gestellt, aber wenn man sich die Nachfrage ansieht, erkennt man einen fast unstillbaren Appetit auf Güter aus China und wahrscheinlich bald auch aus Indien.”

Ein möglicher Interessent für Potash soll BHPs schärfster Rivale Rio Tinto sein, ein anderer der führende chinesische Düngemittelhersteller Sinofert, an dem Potash derzeit 22 Prozent hält. Das Angebot von BHP Billiton bezeichnete Potash als “unangemessen” und nicht im Interesse der Aktionäre. BHP allerdings will die Übernahme notfalls auch feindlich durchsetzen und sich nun direkt an die Anteilseigner wenden.