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USA laden zu Nahost-Gesprächen

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USA laden zu Nahost-Gesprächen

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US-Präsident Barack Obama hat den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zur Aufnahme direkter Friedensgespräche eingeladen.

Die Gespräche seien für den 2. September in Washington geplant, teilten US-Außenministerin Hillary Clinton und der US-Nahost-Gesandte George Mitchell vor Journalisten mit: “Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bereits öffentlich gesagt, dass er eine Einigung binnen Jahresfrist für möglich halte. Präsident Abbas hat sich mir gegenüber ähnlich geäußert. Ich bin optimistisch,- ich befasse mich ja auch schon einige Zeit mit der Region.”

Netanjahu hatte zwar bislang alle Vorbedingungen der Palästinenser abgelehnt, aber seit mehr als einem Jahr wiederholt seine generelle Bereitschaft zu direkten Verhandlungen mit Abbas erklärt.

In den vergangenen drei Monaten sprachen sie nur unter Vermittlung des US-Nahost-
Gesandten George Mitchell miteinander. Abbas hat den direkten Gesprächen mit Israel nur nach massivem internationalen Druck zugestimmt.

Hauptstreitpunkte in den Nahost-Verhandlungen sind die Grenzen eines künftigen Palästinenserstaates sowie Sicherheitsgarantien für Israel.

Am 26. September läuft ein einseitiger Baustopp Israels im Westjordanland aus. Sowohl die USA als auch die EU befürchteten, dass ein neuer Streit über den israelischen Siedlungsbau auf lange Sicht direkte Verhandlungen torpedieren könnte.

Die Palästinenser wollen in dem von Israel besetzten arabischen Ostteil Jerusalems die Hauptstadt ihres eigenen Staates ausrufen.