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Australier wählen sich in die Ratlosigkeit

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Australier wählen sich in die Ratlosigkeit

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Bei der australischen Parlamentswahl steht selbst nach Auszählung von mehr als zwei Dritteln der Stimmen noch kein klarer Sieger fest. Weder Regierungschefin Julia Gillard noch Herausforderer Tony Abbott erreichen die absolute Mehrheit.

Die Rechnung der Labor Kandidatin Gillard ist somit nicht aufgegangen. Die 48-Jährige Anwältin hatte die Wahl angesetzt, nachdem sie ihren Vorgänger Kevin Rudd gestürzt und als Regierungs- und Labor-Chefin beerbt hatte.

Ihr konservativer Herausforderer Tony Abbott konnte Boden gut machen, doch für einen klaren Sieg reicht es nicht.

Derzeit stehen die Zeichen für ein so genanntes “hung parliament”, also keine klare Mehrheit im Parlament.

Für die Regierungsbildung sind dadurch die Grünen und unabhängigen Abgeordneten das Zünglein an der Waage. Eine solche Konstellation gab es in Australien zuletzt vor 70 Jahren. Zur Wahl aufgerufen waren 14 Millionen Australier.