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Nahost: Frieden ist schwierig, aber möglich

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Nahost: Frieden ist schwierig, aber möglich

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Vor den ersten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit zwei Jahren haben sich beide Parteien verhalten optimistisch geäußert.
In einer Kabinettsitzung am Sonntagmorgen erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Frieden sei möglich, aber schwierig.

Er nannte drei wesentliche Grundsätze einer Friedenslöung: ernsthafte Sicherheitsregelungen, die Anerkennung Israels als jüdischer Staat und ein entmilitarisierter Palästinenserstaat.

Stolpersteine auf dem Weg zum Frieden in Nahost sind die jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten. Ein freiwilliger zehnmonatiger Baustopp im Westjordanland endet am 26. September. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat erklärte, man könne nicht weiter verhandeln, falls Israel den Siedlungsbau wieder aufnehmen sollte.

Der Vorsitzende des Siedlerrats im Westjordanland
warnte indes, man solle keine zu hohen Erwartungen wecken. Das wecke Erwartungen, die, wenn sie nicht erfüllt würden, Frustration auslösen. Er befürchte, dass Frustration im Nahen Osten immer zu Gewalt führe.

Für Frustration bei der Palästinenserführung und im Hamas-geführten Gaza-Streifen könnte auch die Ernennung des neuen israelischen Generalstabschefs Yoav Galant sorgen. Er führte im Gazakrieg Ende 2008 das Kommando. Bei der Offensive starben im Gazastreifen 1400