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Roma auch in Italien unerwünscht

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Roma auch in Italien unerwünscht

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Nach Frankreich beschäftigt die Frage der Roma nun Italien. Der italienische Innenminister Roberto Maroni schlägt vor, Abschiebungen von Roma und anderen EU-Bürgern zu ermöglichen, wenn diese die Vorgaben ihres Gastlandes nicht erfüllen.

Giancarlo Perego, der Verantwortliche für Migrationsfragen bei der italienischen Bischofskonferenz indes, warnte: “Die Bewegungsfreiheit der Völker ist eine der grundlegenden Bedingungen für das Europa von morgen. Wenn der freie Verkehr der Waren Vorrang hat, aber der Personenverkehr beschränkt wird, dann bringt das die Zukunft Europas in Gefahr. Durch diese Einwanderungspolitik wird Nationalismus gefördert.”

Maroni von der rechtspopulistischen Lega Nord will einen Weg finden, um auch Roma und Sinti des Landes zu verweisen, die die italienische Staatsbürgerschaft haben. Bei einem Treffen in Paris Anfang September soll das Thema diskutiert werden.

Oppositionspolitiker in Frankreich derweil sprechen von offiziellem Rassismus und fürchten, dass durch die jüngsten Abschiebungen der Roma der Rassismus gegenüber dieser ethnischen Minderheit neu angestachelt wird.